Martin „Bobby“ Bräuer

Der 1961 in München geborene Koch gab sich bereits in jungen Jahren nicht mit Mittelmäßigkeit zufrieden. So landetet er als 21jähriger Kochlehrling in keiner geringeren  Ausbildungsstätte als dem „Le Gourmet“ in München (1 Stern, 18. Punkte im Gault Millau). Unter der Leitung von Otto Koch wurde er in die Künste der Sterneküche eingeführt und auf die internationalen lukullischen Pfade, die da kommen sollten, vorbereitet. Nach der Ausbildung führte der Weg den jungen Bobby Bräuer 1985 nach Schaffhausen in der Schweiz, wo er im Sternerestaurant „Fischerzunft“  mit  André Jäger kochte. Des Lernens nicht müde absolvierte Bräuer im Jahr 1987 ein Stage im „L’Oasis“ in La Napoule bei  Meulien in Frankreich und nutze somit die Gelegenheit seine Kochküste in einem 3 Sterne-Restaurant zu schulen. Nach Aufenthalten in der Schweiz und in Frankreich, ließ es sich Bobby Bräuer nicht nehmen, auch italienische Gefilde zu erkunden. Ziel war das „La Casanova“ in Chianciano Terme, auf dem Weingut Avignonesi,  wo ihn von Juli 1987 bis Januar 1988 die hügelige Landschaft der Provinz Siena zu italienischen Hochgenüssen inspirierte. Zurück in Deutschland ging er Küchenchef Dieter Müller in der legendären “Schweizer Stuben” (2 Sterne, 18 Punkte) in Wertheim zur Hand und wurde so Teil der Erfolgsschmiede, die für viele, später überaus erfolgreiche Köche, wie Johann Lafer und Ali Güngörmus, eine wichtige Station war. Mit dem Wechsel 1990 in das nicht minder legendäre „Aubergine“ in München hatte er unter der Leitung von Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann erneut die Möglichkeit, die Gäste auf einem 3 Sterne-Niveau zu verwöhnen. In das Aubergine kehrte er nach einem einjährigen Aufenthalt in seiner Ausbildungsstätte „Le Gourmet“ zurück – doch diesmal in der Position des Sous Chefs. Bereits im Frühjahr 1992 konnte Bräuer als Küchenchef im „Al Pino“ in München selbst die Richtung der Küche vorgeben und tat dies auch mit selbst erkochten 16 Gault Millau Punkten sehr erfolgreich. Als Bräuer dann als Küchenchef in das “Restaurant Königshof“ in München wechselte, zeigte der sternengesäumte Werdegang des Kochs Wirkung: Von 1994 bis 2000 erhielt Bobby Bräuer 1 Michelin-Stern, 18 Gault Millau-Punkte, 4 Feinschmecker F und wurde 3x Hotel des Jahres (Bunte). Nach weiteren von Erfolg gekrönten Stationen als Geschäftsführer und Küchenchef im „Ca’ Brunello“ in  München und im „Victorian“ in Düsseldorf (1 Stern, 17 Punkte, 3,5 Feinschmecker F), wechselte Bobby Bräuer im April 2004 als Küchenchef in „Die Quadriga“ im Brandenburger Hof in Berlin, wo er bis zum Herbst 2008 mit großer positiver Resonanz die Berliner Kulinarik-Szene bereicherte. Als jedoch durch das Angebot, das Restaurant „Petit Tirolia“ am Golfplatz Eichenheim in Kitzbühel zu leiten, die Möglichkeit in die Alpenregion zurückzukehren gegeben war, konnte der gebürtige Münchner nicht widerstehen. Seit Ende des Jahres kreiert der Chef de Cuisine nun in Kitzbühel seine Gaumenfreuden, die durch einen klassisch französischen Grundstil, aufgelockert mit mediterranen Einflüssen, geprägt sind. Hierbei bedient sich der Sternekoch aus dem reichhaltigen Fundus der Alpenregion und begeistert mit Kombinationen von Edlem mit Einfachem. 

Auszeichnungen

  • 1 Michelin-Stern (Quadriga Berlin)
  • 3,5 Feinschmecker F
  • 3x Hotel Restaurant des Jahres (Bunte)
  • Berliner Meisterkoch 2007