Dresden

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© Mike Schiller/www.striezel-markt.de / Dresdner Backhaus & Kreutzkamm

Dresdner Striezelmarkt

Die Hauptstadt von Sachsen ist reich an Traditionen. Und eine der urtümlichsten ist der Dresdner Striezelmarkt, der dieses Jahr zum 574. Mal abgehalten wird. Er ist damit der älteste Weihnachtsmarkt in Deutschland. Mit jährlich über 230 Buden auf dem Altmarkt ist es auch einer der größten.  Zu verdanken hat Dresden den Markt den sächsischen Herzögen Friedrich II. und Sigismund. Am 19. Oktober 1434 gestatteten sie in einem landesherrlichen Privileg das Abhalten eines Marktes "am Tage vor dem Heiligen Christabend". Zunächst wurde nur der Festtagsbraten zum Ende der  Fastenzeit im Advent verkauft. Immer mehr Waren kamen dazu, so auch der Striezel, Vorgänger des berühmten Dresdner Stollens.
Rasch entwickelte sich der Striezelmarkt zur Attraktion. Mit großem Glockengeläut wurde im 16. Jahrhundert der nun schon fast eine Woche dauernde Markt eröffnet. 1631 brachten Meißner Töpfer kleines Puppengeschirr auf den Striezelmarkt - sehr zum Verdruss der alteingesessenen Dresdner Händler. 1659 schließlich entschied der Rat offiziell, dass auch Auswärtige ihre Waren feilbieten durften. Über die Jahrhunderte hinweg wurden die Marktzeiten immer weiter verlängert.
Der Striezelmarkt hält all jene alten Handwerkskünste lebendig, die zum Inbegriff für die deutsche Weihnacht geworden sind. Seit Jahrhunderten kommen die Holzschnitzer aus dem nahe gelegenen Erzgebirge, um ihre kleinen Kunstwerke auf dem Markt ihrer sächsischen Hauptstadt zu verkaufen. Eine der berühmtesten Figuren ist der Nussknacker. Peter Tschaikowsky brachte nach einem Dresden-Besuch den Nussknacker 1890 mit seinem berühmten Ballett auf die Bühnen der Welt.

Attraktionen

Ein  typisches Produkt ist die Weihnachtspyramide. Die Erzgebirgsschnitzer verbanden die Tradition weihnachtlicher Kerzenleuchter und Krippendarstellungen mit ihrer Kenntnis der Bergbautechnik: Kerzen lassen durch ihre Wärmekraft Figuren, die auf mehreren Etagen angeordnet sind, drehen. Die älteste Weihnachtspyramide soll 1780 entstanden sein. Ein eigenes Pyramidenmuseum zeigt in der Dresdener Münzgasse direkt gegenüber der Frauenkirche rund 100 dieser Meisterwerke in den unterschiedlichsten Gestaltungen, und dies das gesamte Jahr über.
Zu einem Ausflug in die Historie des weihnachtlichen Kunsthandwerks laden auch das Stadtmuseum Dresden und das Museum für Sächsische Volkskunst im Jägerhof während des Striezelmarkts ein.

Spezialitäten

Der Dresdner Stollen steht noch immer im Mittelpunkt des Striezelmarktes. Zahlreiche Bäcker bieten dieses edle Gebäck auf dem Markt an. Ein goldenes Qualitätssiegel bürgt für  Zutaten und Herkunft aus Dresden und seiner unmittelbaren Umgebung. Auf dem Siegel ist August der Starke abgebildet. Er ließ im Jahr 1730 von der Bäckerzunft Dresdens einen Riesenstollen von 1,8 Tonnen für rund 24.000 Gäste anlässlich des Zeithainer Lustlagers backen.
Und so wird der Dresdner Striezelmarkt mit dem traditionellen Stollenanstich eröffnet. Zum Stollenfest am zweiten Striezelmarkt-Samstag trägt die Dresdner Bäckerzunft einen Riesenstollen in einem feierlichen Umzug vom Zwinger durch die Stadt zum Striezelmarkt.

Das erste Mal erwähnt wird der Stollen 1474 als Fastengebäck, das lediglich aus Mehl, Hafer und Wasser bestand. Das durch immer reichere Zutaten vom Striezel zum Stollen gewordene Christbrot wurde zu einem Stück kulinarischer Heimat.
Jährlich wird auch ein “Stollen-Mädchen” gewählt. Dieses Jahr ist es Luise Schneider. Sie kommt es aus dem Traditionshaus “Kreutzkamm”. 1825 wurde die Bäckerei, berühmt für ihre Stollen, Baumkuchen und Pralinen, begründet. Das Café befindet sich heute in der Seestraße 6. Zwei Filialen von “Kreutzkamm” sind in München zu finden.
Ein großes Angebot an Original Dresdner Stollen bietet auch das “Dresdner Backhaus” in der Huttenstraße 2b sowie zwei Filialen am Stephanienplatz 2-4 und am Strehlener Platz 1. Das “Dresdner Backhaus” versendet sein Stollensortiment und die vielen anderen sächsischen Weihnachtsgebäcke liebevoll verpackt in alle Welt.
www.kreutzkamm.de
www.dresdnerstollen.de

Infos

www.striezel-markt.de
www.dresden.de
www.dresden-tourist.de