Weingut Graf und Marquis zu Hoensbroech

Als Gründungsmitglied und jahrelanger Vorsitzender des Verbandes Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter (VDP) in Baden hat sich Reichsgraf und Marquis zu Hoensbroech die Maxime des VDP zu eigen gemacht, die jahrhundertealte Weinkultur in Deutschland zu pflegen, die Weinqualität ständig zu verbessern und den naturnahen Anbau zu fördern. 


1969 ließ sich Rüdiger Reichsgraf und Marquis zu Hoensbroech (der einzige übrigens in Deutschland, der diesen Titel tragen darf) mit seiner Gattin als Neuwinzer in Michelfeld nieder. Mit 4,5 Hektar Rebfläche begann er im eigenen Weingut edle Kreszenzen herzustellen, wie er selbst bevorzugt, die schnell das Interesse der Fachwelt weckten und Weinkenner aufhorchen ließen. Heute gehören der gräflichen Familie 15 Hektar Weinberge, die sich alle arrondiert um die mediterran anmutenden Gutsgebäude gruppieren.


Seit die Familie Weinbau in Michelfeld betreibt, werden fast nur trockene Wein ausgebaut. Der Kraichgau ist bekannt für seine unglaubliche Rebsortenvielfalt, die noch durch die Tatsache begünstigt wird, daß der am Himmelberg vorherrschende Lößboden für die Burgundersorten geradezu optimale Voraussetzungen schafft.
Aus diesem Grunde ist das Weingut in der glücklichen Lage Prädikatsweine fast aller Burgundersorten anzubieten. Hier reifen Weiß- und Grauburgunder, Chardonnay, Auxerrois, Riesling und Traminer, sowie die roten Sorten Spätburgunder, Schwarzriesling und Blauer Limberger.

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Philosophie

Konsequent wird im Sommer der Fruchtansatz ausgedünnt, die Trauben werden im Herbst in selektiver Handlese geschnitten, wenn sie ihre optimale physiologische Reife erreicht haben. Die sorgfältige Behandlung der Trauben macht vor der Kellertür nicht Halt. Den Ausbau der jungen Moste hat der Graf selbst übernommen. Auf Mittel zur Schönung und den Zusatz von Restsüße verzichtet er gänzlich. So entstehen die voll ausgegorenen und damit trockenen Weine, in denen das natürliche Geschmacksbild erhalten bleibt. „Reiner Wein, wie unter der Sonne gewachsen“ – so lautet das Credo des gräflichen Winzers. Die Herstellung eleganter und bekömmlicher, qualitativ hochwertiger und dennoch bezahlbarer Gewächse als harmonische Begleiter eines guten Essens sieht der Graf als Spezialität seines Weinguts.


Die erlesenen Weine haben ihren ersten Platz auf den Weinkarten der gehobenen Gastronomie. Immer mehr Privatkunden finden den Weg zum Weingut am Fuß des Hermannsberges. Bei einer Probe kredenzt der Hausherr seine Weine in stilvollem Rahmen unter den Augen der Ahnen, die wohlwollend von der Wand blicken.

Nächster Termin:

24. u. 25. Juli 2010
Hoffest bei uns im Weingut 11:00 - 19:00 Uhr
Anmeldung unter: mail@hoensbroech.eu oder
Tel.: 07265 / 9110-34 Fax: -35
www.weingut-graf-hoensbroech.de


Geschichte

Mit einer Urkunde vom 26. Oktober 1388 besiegelte Herzog Philip von Burgund und Herzogin Johanna von Braband "...son aime chevalier Herman Hoen du Broec" unter anderem die Schenkung eines Weinbergs am St. Servaasberg in Maastricht. Dieser Weinberg existiert heute noch bei Maastricht und war der erste Berührungspunkt der Hoensbroechs mit dem Weinbau. Der Hauptsitz der Grafen von Hoensbroech lag in Geldern am Niederrhein. Die Familie blieb auch in den folgenden Kriegen Spanien treu verbunden und bekam 1675 für ihre Verdienste den Titel des spanischen Marquis verliehen. Die Beziehungen zum katholischen Spanien wurden auch während der preußischen "Besetzung" von Teilen des Niederrheins aufrecht gehalten. der Soldatenkönig mahnte in einem Nachlass "der Marquis de Honsbrug muß mein Sucessor den Daum auf das Aug halten, ein gottloser Kerl gegen sein Landesherren ist..." 1738 kam ein kleines Weingut in Wiltingen in den Besitz der Hoensbroechs, welches aber aufgrund der sehr kleinen Rebfläche von nur 1,8 ha 1968 verkauft wurde. Im Folgejahr wurden 4,0 ha Rebfläche in Baden erworben, die kontinuierlich erweitert wurde. Heute gehören zu dem 1978 erbauten Weingut 15 ha Rebfläche.