Feier und Brauchtum

Ein Gläschen in Ehren

Im deutschsprachigen Raum wird das neue Jahr oft laut und spektakulär mit Feuerwerk und Böllern begrüßt. Während das pyromanisch anmutende Ereignis in früheren Zeiten der Vertreibung böser Geister diente, drückt es heutzutage die Vorfreude auf das neue Jahr aus. Doch auch besinnlichere Aktivitäten wie etwa Mitternachtsgottesdienst (Mette) und Bleigießen sind in der Neujahrsnacht äußerst beliebt. Die obligatorische Flasche Sekt ist fast schon als Muss zu bezeichnen, denn mit was sonst könnte auf all das Kommende adäquat angestoßen werden? Natürlich, ein perlendes Glas Champagner ist selbstverständlich auch genehm!

Erster!

Die unterschiedlichen Zeitzonen machen es möglich, dass gleich mehrmals der Countdown fürs neue Jahr angezählt wird. Wer in diesem Jahr Interesse an einem All-over-the-world-Silvester hat, sollte sich auf die Caroline Islands (Line Islands/Kiribatis) begeben. Zugehörigkeit zur Zeitzone UTC+14 findet hier der Jahreswechsel zuallererst statt: die Gläser werden hier am 31. Dezember um genau 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit gehoben!


„Brot statt Böller“

In den letzten Jahren wurde immer wieder dazu aufgerufen, auf das Feuerwerk zu verzichten und das Geld stattdessen für einen wohltätigen Zweck zu spenden. Am bekanntesten ist „Brot statt Böller“ bzw. 2004: „Reis statt Böller“. Ende Dezember 2004 rief wegen der Flutkatastrophe die deutsche Bundesregierung dazu auf, statt Geld für ein Feuerwerk auszugeben lieber Geld für Hilfsorganisationen zu spenden.