Walnuss

Der Walnussbaum wurde zum „Baum des Jahres 2008“ ausgerufen. Einzelexemplare können über 600 Jahre alt werden, doch liegt das Durchschnittsalter bei 125 bis 150 Jahren. Erst ab dem 15. Lebensjahr setzt er Früchte an. Der Walnussbaum hat zwei Dinge von höchster Qualität zu bieten: edelstes Holz und beste Nüsse. In der cholesterinbewussten Ernährung sind Walnüsse ein wesentlicher Bestandteil. Ihr Cholesterin senkender Effekt ist wissenschaftlich belegt. Wer regelmäßig eine Handvoll Walnüsse isst, verbessert nicht nur seinen Cholesterinspiegel, sondern beugt auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Ende September bis Ende Oktober, wenn die Walnüsse reif zur Ernte sind, platzt das grüne, fleischige Gehäuse auf und gibt die begehrte Nuss frei. Um die Walnuss ranken sich in Aberglaube und Mythos viele Geschichten, ihre medizinischen Qualitäten sind aber eindeutig erwiesen. Die Omega-3-Fettsäuren, die in der Walnuss in großen Mengen vorhanden sind, bekämpfen im Körper  nachweislich „freie Radikale“, die unser Zellgewebe empfindlich schädigen können. Zudem gehören die Omega-3- Fettsäuren zu den ungesättigten Fettsäuren, die der Körper zwar sehr dringend benötigt, aber nicht selbst herstellen kann. Die tägliche Menge von 50 Gramm Walnusskernen, so von Seiten der Medizin als täglichen Grundbedarf empfohlen, hilft unter anderem den Herz- und Kreislauferkrankungen und einem zu hohen Cholesterinspiegel vorzubeugen. Die Wahl des Walnussbaums zum „Baum des Jahres“ ist nicht auf die gewinnbringenden Nutzung von Holz und Frucht zurückzuführen, sondern auch die Tatsache, dass sich die Weltjahresproduktion von Walnüssen seit 1961 mehr als verdreifacht hat. Auch das Holz wird deutlich mehr verwendet als bis vor 20 Jahren. Leider wirkte man dieser vermehrten Nutzung des Walnussholzes nicht durch eine nachhaltige Aufforstung entgegen, was dazu führte, dass der Baumbestand in Europa stark zurückging. In der Küche ist die Walnuss wahrscheinlich eine der begehrtesten Nüsse überhaupt. Gerade in der Winterzeit findet man die Walnuss in sehr vielen Gerichten. Sie ist beliebt als knackige Zugabe in Salaten oder in Form von Krusten Lamm oder anderen Fleischsorten und verwandelt Patisserien in ausgesucht leckere Schmankerl. Der Bratapfel wäre ohne die Füllung aus gemahlener Walnuss nur halb so lecker und dem Dessert verleiht die Walnuss den krönenden Abschluss zum Gesttagsschmaus, wie beispielsweise auf einem fruchtigen Blutorangenragout, fusioniert mit weihnachtlichen Gewürzen.(pk)