Erdnuss

Die Erdnuss, auch Aschanti- oder Kamerunnuss genannt, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchte und stammt ursprünglich aus den südamerikanischen Anden um Peru. Als Hülsenfrucht ist die Erdnuss eigentlich keine Nuss, vielmehr steht sie in Verwandtschaft mit der Bohne. Ihr niedriger Anteil an Omega-3-Fettsäuren ist dafür der Beleg. Heute wird die Erdnuss auch weit außerhalb der Anden angebaut und findet sich in allen tropischen und subtropischen Regionen wieder. Ernährungstechnisch ist die Erdnuss allerdings zu differenzieren. Zum einen gehören Erdnüsse zu den magnesiumreichsten pflanzlichen Nahrungsmitteln und sind daher bei vegetarischer Ernährung ein sehr guter Ausgleich. In der Küche ist die Erdnuss äußerst vielseitig anwendbar, für Salate, Saucen, Gebäck und insbesondere in Bezug auf die asiatische Küche. Zum andern können Bestandteile der Erdnuss Allergien auslösen. Bei einer Erdnuss-Allergie lauern leider fast überall Gefahren, denn die Erdnuss ist nicht nur im Erdnussöl verarbeitet, sondern versteckter Bestandteil in vielen industriell gefertigten Lebensmitteln. So kann möglicherweise in Schokolade, Müsli, Nougat oder auch Kakao das Erdnuss-Eiweiß enthalten sein, das nicht auf der Packung aufgeführt ist. Das aus den Samenkernen der Erdnuss gewonnene, fast geschmacks- und geruchfreie Erdnussöl gilt dennoch als eines der wertvollsten Speiseöle überhaupt. Andererseits scheint die Erdnuss auch über einen Inhaltsstoff „Arginin“ bei der Behandlung von Tuberkulose eine Schlüsselrolle zu spielen, da dieser die Krankheitserreger Mycobacterium tuberculosis zerstören kann. Allerdings fehlen hier für eine verbindliche medizinische Indikation noch sehr viele Tests und der direkte Zusammenhang zwischen der Zerstörung des Krankheitserregers und des „Arginin“ ist noch nicht hinreichend erforscht.(pk)