Der Matjes

Das erste gute Matjesfaß
Der Name „Matjes“ leitet sich aus dem holländischen Namen für Mädchen „Meisjes“ ab. Der Grund dafür dürfte sein, dass es sich bei Matjes um Heringe handelt, die noch nicht geschlechtsreif sind. Man spricht deshalb auch oft von jungfräulichen Heringen. Manche nennen den Matjes aber auch liebevoll das „Silber des Meeres“.

Der Juni ist bei Fischliebhabern klassisch der Start in die Matjes-Saison. Dann hat der Hering den höchsten Fettgehalt und schmeckt am leckersten. In Deutschland wird der Matjes immer beliebter und ist inzwischen aus der Genusswelt der Fische und Meeresfrüchte nicht mehr wegzudenken. Es gibt zahlreiche traditionelle Rituale im Zusammenhang mit Matjes, die auch heute noch gern zelebriert werden. So wird zum Beispiel das erste „gute“ Matjes-Fass in Holland am 1. Juni für einen guten Zweck versteigert. Der Zweck wird in der Regel einen Monat vorher von der Branche festgelegt. Offiziell wird die Verwendung des Erlöses jedoch erst auf der Versteigerung selbst bekannt gegeben. Eine zweite schöne Tradition in Holland: Das beste Matjes-Fass wird in der 2. Junihälfte durch die Fänger (Reederei und Kapitän des Fangschiffes) persönlich an das Königshaus übergeben.