Die Maischolle – Beschreibung

Schollen gehören zu den Plattfischen und gelten gemeinhin als populärste Vertreter dieser Gattung. Sie bevorzugen als Lebensraum den Meeresboden. Weil sie salzreiches und kühles Wasser lieben, sind sie fast nie in der Nähe von Flussmündungen zu finden. Schollen sind wahre Meister in der Tarnung. Sie nehmen die Farbe ihrer Umgebung an und graben sich bei Gefahr im Sand ein. Besonders faszinierend sind ihre Augen, von denen eins nach vorne und das andere gleichzeitig nach hinten sehen kann.

Schollen werden durchschnittlich etwa 25 bis 40 Zentimeter lang und bis zu sieben Kilogramm schwer. Die älteste je gefangene Scholle war rund 50 Jahre alt.

Weibliche Schollen können bis zu einer halben Million Eier legen. Wenn die Jungtiere eine gewisse Größe erreicht haben, wandert das linke Auge über die obere Körperhälfte nach rechts und die Fische beginnen, mit der linken Körperseite in Richtung Boden, flach über dem Meeresgrund zu schwimmen. Die obere Seite des platten Fischkörpers variiert je nach Untergrund, auf dem die Scholle sich befindet, zwischen verschiedenen Brauntönen mit hell- bis dunkelroten Flecken. Die Unterseite, auch Blindseite genannt, ist weiß. Rein optisch ähnelt die Scholle der Flunder, fühlt sich jedoch wegen der sehr kleinen Schuppen im Gegensatz zur Flunder glatt an.
 
Ausgewachsene Schollen ernähren sich von Garnelen, Krabben oder kleinen Muscheln. Von ihren ursprünglichen Laichzonen aus wandert die Scholle täglich beeindruckende 30 Kilometer in Richtung der Gezeitenzonen am Strand.