Christian Henze im Gespräch mit starcookers

Christian Henze, "Iss was!?", DE
1. Sie waren Gewinner des starcookers Gourmet Award, ein Publikumspreis. Was ist es Ihrer Meinung nach, was Sie bei den Menschen beliebt macht?

Ich denke, die Menschen mögen meine Art Spaß am Kochen zu vermitteln und meinen unkomplizierten Kochstil.

2. Im Juli startet Ihre neue Sendung „Iss was?!“ beim MDR und wird Deutschlands erste tägliche Kochshow. Welches Konzept steckt dahinter?

In dieser Sendung wird ganz stark auf die Bedürfnisse der Zuschauer eingegangen. Es werden nicht exklusive Gerichte wie z. B. gratinierte Jakobsmuscheln vorgestellt, sondern leicht nachkochbare Rezepte. Die Rezepturen dazu sind aber sehr raffiniert, so dass auch bei einem begrenzten Wareneinsatz außergewöhnliche Gerichte präsentiert werden.

3. Obwohl die Deutschen leidenschaftlich gern Kochsendungen sehen, ist der Konsum von fettigen Fertiggerichten sehr hoch und die Zahl der Übergewichtigen steigt. Können Kochshows zu einer besseren Ernährungsweise beitragen?

Natürlich tragen Kochshows dazu bei, das Ernährungsbewusstsein des Verbrauchers zu sensibilisieren. Und je unterhaltender Informationen über einen gesunden Ernährungsstil vermittelt werden, desto leichter werden sie vom Zuschauer angenommen.

4. Ihr neues Kochbuch heißt „Enjoy your life“ – welche Art von Lebensfreude erwartet den Leser?

In meinem neuesten Kochbuch „Enjoy your life“ wird ein Gourmettag vom Frühstück bis zum Mitternachtssnack skizziert.  Es werden außergewöhnliche, aber leicht nachkochbare Rezepte vorgestellt. In diesem außergewöhnlichen Buch versuche ich Lebensfreude und das Kochen miteinander zu verbinden – für mich liegen diese Themen sehr eng beieinander.

5. Gibt es in diesem Sommer besondere Trends oder Produkte, die unbedingt auf dem Tisch gehören?

Die euroasiatische Küche ist groß im Kommen – Curry, Chili und Koriander sind absolute Trendgewürze. Aber auch die regionale Küche ist erfreulicherweise wieder auf dem aufsteigenden Ast.

6. Sie haben zwei Jahre lang für Gunther Sachs gearbeitet. Was haben Sie aus dieser Zeit mitgenommen?

Für mich war dies eine sehr interessante Zeit, ich habe viel gelernt und Gunther Sachs hat mir gezeigt, schöne Dinge erkennen und genießen zu können. Sein bester Tipp für meinen weiteren Werdegang war: Spezialisiere dich und bündle deine Kräfte.

7. Ihre Küche ist eher unkompliziert, die Zutaten authentisch – sind Sie ein Gegner der molekularen Küche?

Nein, ich bin kein Gegner der molekularen Küche  - ich finde diese hoch spannend – aber nur wenn sie von jemandem praktiziert wird, der sie beherrscht.

8. Welche Seiten ihres Berufes lieben Sie besonders? Auf was könnten Sie gut verzichten?

Ich habe den schönsten Beruf der Welt – er ist sehr abwechslungsreich, ich lerne interessante Menschen kennen, ich kann Bücher schreiben –  es gibt nichts, worauf ich verzichten wollen würde. Mein Beruf ist mir zugleich Berufung.

9. Welche Pläne und Veränderungen stehen bei Ihnen in nächster Zeit an?    

Ich habe vor ein neues gastronomisches Konzept zu entwickeln – aber momentan ist es noch zu früh genauere Details anzusprechen.