Region Champagne

© MDLF/CRT Champagne-Ardenne/Oxley

Der König der Schaumweine: Champagner


Im Überblick:
34.000 Hektar Rebfläche
15.000 Weinbauern
13 Tonnen Höchstertrag pro Hektar
250 eingetragene Handelshäuser
145 Genossenschaftskellereien
330 Mio. Flaschen Jahresproduktion, die zehn größ-ten Häuser produzieren 52%
44% Exportanteil

Angebaute Rebsorten:
Pinot Meunier 35% (rot)
Pinot noir 38% (rot)
Chardonnay 27% (weiß)

Die drei ältesten Champagnerhäuser:
Gosset (1584), Ruinart (1729) und Moët (1743)

In der Champagne gibt es 320 Weinbaudörfer. Sie sind nach Herkunftszonen (Crus) klassifiziert. Der von der Dachorganisation der Champagne festgeleg-te Traubenpreis bemisst sich nach der Herkunftszo-ne.

17 Gemeinden erhalten 100% des Traubenpreises, die dort geernteten Weine sind Grand crus
44 Gemeinden erhalten 90-99% des Traubenpreises, ihre Weine dürfen sich Premier Cru nennen
Die nicht klassifizierten Dörfer erhalten 80-89% des Traubenpreises.
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Warum gerade die Champagne, das Eckchen im französischen Norden mit 34.000 ha Rebfläche und 15.000 Weinbauern, so großartige Weine hervorbringt, kann nicht eindeutig gesagt werden. Häufig wird dieser Umstand auf den hohen Kalkgehalt des Bodens und den dadurch bedingten besonderen Charakter der Trauben zurückgeführt. Natürlich tragen auch die drei zugelassenen Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier dazu bei. Und nicht zuletzt das Klima. Die Champagne ist relativ kalt und niederschlagsreich. Für den Champagner ist das vorteilhaft, denn je weniger die Sonne scheint, desto höher ist der Säuregehalt. Reben, die sich unter solchen klimatischen Bedingungen behaupten müssen, erzeugen außerdem edle, geschmacksintensive Trauben, die prädestiniert sind, um daraus Champagner zu keltern. Auch wenn unter den Schaumweinen der Neuen Welt absolute Spitzenprodukte zu finden sind, so haben die Champenois in der schwierigen Kunst des Verschneidens doch einen rund 300 Jahre älteren Erfahrungsschatz – und das zeigt sich besonders beim Millémismé (Jahrgangschampagner). Es ist wohl das Zusammenwirken aller dieser Besonderheiten, die den Champagner zu dem exklusiven Schaumwein machen, der er ist. Das Comité Interprofessionel des Vins de Champagne (CIVC) wacht mit Argusaugen über die Verwendung des Namens, der nur innerhalb dieses Anbaugebietes und nur für dieses edle Getränk verwendet werden darf. Die Modefirma Yves St. Laurent musste beispielsweise ein gleichnamiges Parfum vom Markt nehmen.