Erster Biersommelier-Weltmeister
Karl Schiffner ist Gewinner der ersten Biersommelier-Weltmeisterschaft, die am 20. April 2009 in Gräfelfing nahe München von der Doemens Academy, einem Beratungsunternehmen für Brau-, Getränke-, und Lebensmittelwirtschaft, abgehalten wurde. Mit starcookers sprach er über Bierkultur und Biergenuss.
Interview mit Karl Schiffner
Sie sind hochoffizieller Gewinner der ersten Biersommelier-Weltmeisterschaften – wir gratulieren! Wie fühlt man sich als Gewinner dieser neuen Disziplin?
Karl Schiffner: Man ist in erster Linie überwältigt. Es gibt Kraft und Motivation, das Thema Bierkultur noch weiter zu entwickeln.
Wird dieser hochkarätige Wettbewerb dazu führen, dass Bier in Zukunft eine größere Rolle im Gourmetbereich spielen wird?
Karl Schiffner: Ich sehe es als eine Plattform, die Bierkultur in höhere Sphären zu führen. Der Trend, Bier auch in der feinen Gastronomie als genussreiches Begleitgetränk anzubieten, ist unübersehbar.
Sehen Sie eine Konkurrenz zwischen Bier- und Weinanhängern?
Karl Schiffner: Als Diplomsommelier (auch für Wein) sehe ich keinen Zwiespalt. In Gegenden, wo kein Wein wächst, aber die Rohstoffe für Bier vorhanden sind und auch verarbeitet werden, hat Bier eine große Chance, als gleichwertig angesehen zu werden.
Wie entstand bei Ihnen die Idee, Biersommelier zu werden?
Karl Schiffner: Die Leidenschaft für Bier und Biervielfalt wurde bei mir erst nach meiner Ausbildung zum Weinsommelier geweckt. Ich war und bin immer noch auf der Suche nach neuen Genusserlebnissen. Wenn man Bier als höherwertiges Genussmittel ansieht, entsteht eine ganz neue, noch offene Welt. Mittlerweile dauert diese Leidenschaft schon über zwanzig Jahre an.
Momentan erfahren traditionelle Biermarken – wie zum Beispiel Tegernseer – ein Revival. Daneben boomen aber auch Bier-Mix-Getränke. Welcher Trend wird sich Ihrer Meinung nach langfristig durchsetzen?
Karl Schiffner: Qualitativ hochwertige Bier, ob von großen, oder von kleinen Brauereien werden sich halten können. Bier-Mix-Getränke werden sich bis zu einem Sättigungspunkt des Angebotes behaupten.
In Ihrem Restaurant – dem Biergasthaus Schiffner im österreichischen Aigen-Schlägl - stehen 150 Biersorten auf der Karte. Was muss ein Bier haben, um bei Ihnen ausgeschenkt zu werden?
Karl Schiffner: Bei meiner Bierauswahl denke ich in erster Linie an meine Kunden. Ich probiere und teste sehr viele Biere. Danach wird die Bestellliste gemacht. Es muss dann geprüft werden, wo, wann und wie viel man von der jeweiligen Sorte bekommt. Es ist also ein langer Weg bis zu meinem Sichtkühlschrank.
Werden Sie im nächsten Jahr wieder bei der Meisterschaft antreten, um Ihren Titel zu verteidigen?
Karl Schiffner: Ja! Es war ein spannender Wettkampf und ein sehr schönes Erlebnis, das man gerne wiederholen möchte.
Vielen Dank für das Interview!
Karl Schiffner: Man ist in erster Linie überwältigt. Es gibt Kraft und Motivation, das Thema Bierkultur noch weiter zu entwickeln.
Wird dieser hochkarätige Wettbewerb dazu führen, dass Bier in Zukunft eine größere Rolle im Gourmetbereich spielen wird?
Karl Schiffner: Ich sehe es als eine Plattform, die Bierkultur in höhere Sphären zu führen. Der Trend, Bier auch in der feinen Gastronomie als genussreiches Begleitgetränk anzubieten, ist unübersehbar.
Sehen Sie eine Konkurrenz zwischen Bier- und Weinanhängern?
Karl Schiffner: Als Diplomsommelier (auch für Wein) sehe ich keinen Zwiespalt. In Gegenden, wo kein Wein wächst, aber die Rohstoffe für Bier vorhanden sind und auch verarbeitet werden, hat Bier eine große Chance, als gleichwertig angesehen zu werden.
Wie entstand bei Ihnen die Idee, Biersommelier zu werden?
Karl Schiffner: Die Leidenschaft für Bier und Biervielfalt wurde bei mir erst nach meiner Ausbildung zum Weinsommelier geweckt. Ich war und bin immer noch auf der Suche nach neuen Genusserlebnissen. Wenn man Bier als höherwertiges Genussmittel ansieht, entsteht eine ganz neue, noch offene Welt. Mittlerweile dauert diese Leidenschaft schon über zwanzig Jahre an.
Momentan erfahren traditionelle Biermarken – wie zum Beispiel Tegernseer – ein Revival. Daneben boomen aber auch Bier-Mix-Getränke. Welcher Trend wird sich Ihrer Meinung nach langfristig durchsetzen?
Karl Schiffner: Qualitativ hochwertige Bier, ob von großen, oder von kleinen Brauereien werden sich halten können. Bier-Mix-Getränke werden sich bis zu einem Sättigungspunkt des Angebotes behaupten.
In Ihrem Restaurant – dem Biergasthaus Schiffner im österreichischen Aigen-Schlägl - stehen 150 Biersorten auf der Karte. Was muss ein Bier haben, um bei Ihnen ausgeschenkt zu werden?
Karl Schiffner: Bei meiner Bierauswahl denke ich in erster Linie an meine Kunden. Ich probiere und teste sehr viele Biere. Danach wird die Bestellliste gemacht. Es muss dann geprüft werden, wo, wann und wie viel man von der jeweiligen Sorte bekommt. Es ist also ein langer Weg bis zu meinem Sichtkühlschrank.
Werden Sie im nächsten Jahr wieder bei der Meisterschaft antreten, um Ihren Titel zu verteidigen?
Karl Schiffner: Ja! Es war ein spannender Wettkampf und ein sehr schönes Erlebnis, das man gerne wiederholen möchte.
Vielen Dank für das Interview!





