Rucola – Was Sie über ihn wissen sollten

Rucola
Unter dem Begriff "Rucola" versteht man verschiedene Pflanzengattungen. Die klassische Version ist die Garten-Senfrauke oder Ölrauke. Für die Verwendung als Salat wird im Handel aber häufiger der schmalblättrige Doppelsame angeboten. Diese Pflanze hat kleinere Blätter und einen intensiveren Geschmack. Die Rauke ist eines der wenigen Kräuter, das sich von Nord nach Süd durchsetzte. Sie war bei den Germanen ein beliebtes Würzkraut, bevor Römische Besatzer die Rauke mit in den Mittelmeerraum nahmen. Danach geriet es hierzulande für Jahrhunderte in Vergessenheit und kehrte als "Rucola" wieder die deutsche Küche zurück und erlebte mit dem Trend zur mediterranen Küche eine Renaissance. Im Garten und auf dem Balkon kann Rucola ohne Mühe gezüchtet werden. In sonniger Lage, mit ausreichend Wasser ohne Staunässe kann er den Sommer über immer wieder gesät und geerntet werden. Die Blätter müssen vor Austrieb der Stengel geerntet werden. Hat der Rucola Blüten angesetzt, wird er bitter.

Verwendung in der Küche

Rucola sollte vor der Blüte geerntet werden
Was Jahrhunderte in Ritzen ein unliebsames Dasein fristete, gilt heute als edles Kraut. Der herb-würzige Rucola mit dem leicht nussigen Geschmack darf in der Toscanischen Küche nicht mehr fehlen. Aufgrund seines intensiven Geschmacks dient er vielfach nur als Beiwerk im Salat. Zu Unrecht, denn er verträgt sich auch bestens mit Pinienkernen, Speck, Tomaten und Parmesan. In rustikalen Gerichten, in grünen Saucen und auf Pizzen, genossen mit einem kräftigen Rotwein, wird er zum kulinarischen Genuss.

Wirkung

Rucola ähnelt im Geschmack der Kresse oder dem Rettich. Dafür verantwortlich sind die Senföle. Durch den hohen Jodgehalt, sollte Rucola bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen nur bedingt verzehrt werden. Die Pflanze reichert in besonderen Maß Nitrat an. Da dieses Kraut aber nur in geringen Mengen verzehrt wird, sind die Gesundheitsrisiken gering. Bei einem maßvollen Einsatz überwiegen die Vorzüge. Wer sich informieren will, erhält Auskunft auf den Seiten des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Rauke im Volksglauben

Die Germanen haben der Rauke eine Potenz fördernde Wirkung zugeschrieben. (weim)