Koriander – Was Sie darüber wissen sollten

Koriander
Koriander ist unter einer Vielzahl von Bezeichnungen bekannt, beispielsweise unter den Namen Arabische Petersilie, Indische Petersilie, Gewürzkoriander, Wanzenkraut oder Wanzenkümmel. Der Name leitet sich von den beiden griechischen Wörtern "Coris" und "Amon" ab. Das erste Wortz bedeutet "Wanze", das zweite "Anis".

Dieses Gewächs aus der Familie der Doldenblütler ist ein sehr altes Gewürzkraut. Es ist bereits in Sanskritschriften und im Alten Testamant erwähnt. Koriandersamen fanden sich in den Gräbern der Pharaonen, die Römer würzten ihren Wein mit Koriander.

Koriander ist eine einjährige Pflanze, die mit etwas Mühe im Garten gezogen und kultiviert werden kann. Er liebt den sonnigen, aber geschützten Standort auf lockerem, kalkhaltigen Boden. Es können sowohl Blätter wie Samen in der Küche verwendet werden.

Das Kraut der Pflanze wird von Mai bis September geerntet und kann getrocknet oder, noch besser, frisch verarbeitet werden. Für den Gebrauch im Winter kann Koriander im Topf gezogen werden.

Der Koriandersamen lässt sich ab August, am besten frühmorgens, sammeln, evtl. rösten und trocknen. Zur Aufbewahrung des Samens ist ein Gefäß nötig, das dicht verschlossen werden kann. Der Koriander sollte immer frisch gemahlen werden, da sich seine aromatischen Stoffe leicht verflüchtigen, zurück bleiben dann die unerwünschten, schwerflüchtigen Bitterstoffe.

Verwendung in der Küche

Korianderstrauch
Die Früchte und Blätter des Korianders haben unterschiedliche Aromen und können sich daher gegenseitig nicht ersetzen. Die Blätter des Gewürzkrauts haben einen kräftigen, moschusartigen und zitronenähnlichen Charakter, mit einem leicht bitteren Beigeschmack. Die Beeren riechen nach Anis. Sie müssen vor der Verarbeitung frisch gemahlen werden, damit das angenehme Aroma erhalten bleibt.

In der europäischen Küche spielt vor allem der Samen des Korianders eine große Rolle, während das Kraut aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken ist.

Die Blätter des Korianders sind der Hauptbestandteil der kanarischen Mojo Verde und werden zum Würzen von indischen Fleisch- und Gemüsegerichten verwendet.

Der Samen dient zum Würzen von Brotteig und Kleingebäck, besonders beliebt ist er in der Weihnachtsbächerei. Koriandersamen ist ein Bestandteil von Würzmischungen, wie Currypulver und Lebkuchengewürz.

Koriander passt hervorragend zu Fleichgerichten, etwa Lamm, Ziege oder Schwein und bereichert Gerichte mit Kürbis und Kohl. Man findet ihn in Pasteten und im Senf aber auch in Gin und im Kartauserlikör.

Wirkung

Die ätherischen Öle des Korianders wirken appetitanregend, verdauungsfördernd und krampflösend bei Magen- und Darmleiden. Zusätzlich stärkt Koriander die Darmmuskulatur. Das frische Kraut der Pflanze soll in der Lage sein, Quecksilbereinlagerungen aus Nerven und Zellen lösen zu können.

Koriander im Volksglauben

Im Mittelalter war Koriander ein Mittel zur Bekämpfung von Flöhen und Läusen und geschätzt als Kraut mit aphrodisierender Wirkung. Chinesen glaubten, dieses Kraut berge das Geheimnis der Unsterblichkeit in sich. (weim)